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Körpersprache

Nonverbale Kommunikation richtig interpretieren

Eines der größten Geheimnisse der Kommunikation ist die Körpersprache. Sie ist immer wieder ein "Renner" in Kommunikationsseminaren. Woher kommt dieses große Interesse? Viele erhoffen, durch richtige Deutung von Körpersignalen des Gesprächspartners auch seine Geheimnisse aufzudecken oder durch geschickte Körpersprache andere gezielt beeinflussen zu können. Aber Vorsicht: Körpersignale isoliert zu betrachten, kann zu Fehlinterpretationen führen. Auch bewusst eingesetzte Körpersprache führt nicht immer zum gewünschten Erfolg.

Körpersprache hat etwas Mystisches, Geheimnisvolles. Wohl deswegen liest man in vielen Zeitschriften immer wieder über Körpersprache und deren Deutung. Für mich ist dieser Umgang mit diesen "Halbwahrheiten" sehr gefährlich, da Fehlinterpretationen die Folge sein können. Dennoch ist es natürlich sehr nützlich, einige Grundlagen der Körpersprache zu kennen. Wichtig erscheint mir aber bereits am Anfang dieses Artikels darauf hinzuweisen, dass man vorsichtig sein sollte mit vorschneller Interpretation und Deutung nonverbaler Signale beim Gesprächspartner. Mindestens genauso gefährlich ist es auch, bewusst Körpersprache einzusetzen, um einen anderen zu täuschen. Das gelingt maximal sehr guten Schauspielern.

Körpersprache

Damit sind wir schon bei einem der wichtigsten Grundsätze der Körpersprache, der "Kongruenz". Kongruenz bedeutet das Übereinstimmen von verbaler und nonverbaler Aussage bei einem Menschen. Nicht "kongruent" bin ich, wenn das, was ich sage, nicht völlig meiner (inneren) Meinung entspricht. Wenn ich beispielsweise einen Kunden von einem Produkt überzeugen will, mit dem ich mich nicht voll identifiziere oder als Führungskraft meine Mitarbeiter für etwas begeistern soll, hinter dem ich selbst nicht stehe.

Versuchen Sie einmal Ihrem Gegenüber mit Worten Recht zu geben und schütteln Sie dabei den Kopf. Gar nicht so einfach, oder? Worte lassen sich hier noch so formulieren, dass wir gute Argumente finden. Für unsere nonverbalen Signale wird es schon viel schwerer. Wir haben dann Probleme, dem Gesprächspartner in die Augen zu schauen, kratzen uns verlegen an der Nase oder im Nacken ("jetzt geht es mir an den Kragen") oder suchen Halt an einer Stuhllehne oder Schutz hinter dem Schreibtisch. Unser Gesprächspartner erkennt diese "Inkongruenz" unbewusst. Man hat dann so ein "komisches Gefühl".

Unbewusst Signale senden

Wichtig ist beim Thema Körpersprache sicherlich auch, dass sehr viel "unbewusst" geschieht. Wir nehmen unbewusst Signale des anderen wahr, andererseits senden wir genauso unbewusst eigene Signale. Hier kann es dann schon mal helfen, wenn man (vielleicht zunächst einmal bei sich selbst) beginnt, solche nonverbalen Signale zu beobachten: Wie verhalte ich mich, wenn ich in einem Gespräch unsicher werde? Schaue ich dann meinen Gesprächspartner immer noch an oder blicke ich zu Boden? Signalisiere ich Offenheit in einem Gespräch, in dem ich aufrecht sitze oder stehe und offene Gesten zeige (zum Beispiel zeigen der Handinnenfläche, Gesten oberhalb der Taille) oder unsicher stehe und meine Hände in der Hosentasche verberge?

Signalisiere ich meinem Gegenüber in einem Gespräch Interesse, in dem ich eine offene Sitzposition einnehme und beispielsweise meine Hände auf den Tisch lege, oder lehne ich mich lässig zurück, verschränke die Arme und signalisiere damit Zurückhaltung oder sogar Arroganz? Das führt mich zu einem weiteren wichtigen Punkt des Themas "Körpersprache".


von Kai Heß, ZTN Training & Consulting e.K.

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.

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